26. Juni 2014

Französische Zweigtomaten

Sagen Sie mal, sind Sie auch so kribbelig wegen heute Abend? Nachdem die großen europäischen Traditionsmannschaften bei der WM 2014 nicht mehr mitspielen dürfen, bange ich um unser Nationalteam. Obwohl es da schon sehr ungünstig laufen müsste gegen Klinsmanns Jungs aus den USA.

Apropos Klinsmann:
Ich hatte vor fast einem Vierteljahrhundert einen Traum, den ich bis heute nicht verdrängen konnte.

Im Sommer 1990 wurde Deutschland Weltmeister. Nicht ganz unbeteiligt daran war Jürgen Klinsmann, seines Zeichens Schwabe und Stürmer der deutschen Nationalmannschaft.
Um eines vorweg klarzustellen: Für seine Träume kann man nix. Da kommen Dinge drin vor, die einen tagsüber beschäftigt haben oder die ganz versteckt im Unterbewußtsein schlummern.

Der liebe Dr. Freud hätte seine selbige an meinem Traum im Sommer 1990 gehabt. Ich hatte nämlich Sex mit Jürgen Klinsmann. Und zwar auf dem alten grau-weißen Graffiti-Sofa. In meinem Jugendzimmer, das ich damals noch bewohnte. Fragen Sie mich bitte nicht nach den Details. Ich weiß nur, dass Pierre Littbarski ebenfalls anwesend war und mich auch wollte. Klinsi und ich schickten ihn aber zum Fanta (!) holen, weil wir danach verständlicherweise großen Durst hatten. 




So, und jetzt kommen Sie.
Was sollte das? 

Wie sollte ich dies alles deuten?

Bis dato hatte ich mich weder von Jürgen Klinsmann noch von Herrn Littbarski sexuell angezogen gefühlt. Ich mochte nämlich eigentlich nur Männer, die wo dunkle Haare und gerade Beine haben und die wo größer sind als wie ich.

Ich gebe den während dieser glorreichen Fußballtage andauernden Medienberichten die Schuld an meinem Traum.

Dummerweise hatte ich später meinem Lebensgefährten, der 1990 noch nicht auf meinem Graffiti-Sofa performen durfte, in einer schwachen Minute von diesem Traum erzählt. Das war ein Fehler. Immer, wenn Herr Klinsmann im Fernsehen zu sehen ist, ernte ich so einen miesen süffisanten Seitenblick und den Spruch "Litti wollte auch, musste aber Fanta holen."

Männern darf man echt nix erzählen.


Man darf sich nur mit ihnen freuen, wenn Deutschland heute Abend gewinnt. 


Überaus künstlerische Collage: von mir

Kommentare:

  1. Danke, danke, danke für den Schmunzler, liebes Fröken!!

    Die Story werde ich jetzt allerdings auch nie wieder vergessen.

    Ich für meinen Teil würde Klinsi ebenfalls zum Fanta-Holen schicken, um mit Manuel Neuer...äh... Fachgespräche zu führen.. ;-)
    Und das Sofa müßte im Traum bitte auch ausgetauscht werden. Auf Graffiti kann ich nicht.. ;-)

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  2. Meine liebe Frau E.,

    die Gefahr, dass Manuel Neuer auf meinem Graffiti-Sofa (es war kein aufdringliches Graffiti, sondern hellgrau mit feinen weißen Streifen) performed hätte, tendiert gen Null. Er war damals 4. :-)

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