23. Februar 2014

Summer inside





Zwei lange Schatten gehen am Strand entlang.

Sie halten sich nicht an den Händen, die Handschuhe machen ein Ineinanderschlingen der Finger unmöglich. Ihre Schritte knirschen durch den Sand, der hart ist und an manchen Stellen gefroren.

Das Meer wellt sanft an den Strand, die Luft ist klar. Der Himmel knallt blau mit dem weißen Licht der Sonne um die Wette. Ein kalter Wind zerteilt das Haar und eine Möwe schreit. Der Atem der Spaziergänger passt sich dem Schritttempo an, er quillt wie Rauch aus den Mündern, die wenig sprechen.

Strandpoller stehen wie kleine Soldaten nebeneinander und doch ist jeder anders. Die Eisblumen könnten schöner und einzigartiger nicht sein, wie sie da an den Holzpfählen kleben. Muscheln, Steine, Krebse und strandloper, kleine Vögel, die mehr hüpfen als laufen. Fliegen können sie wohl gar nicht.

Das weiße Dünengras wiegt sich im Wind.
Die Schritte werden schneller, der Atem auch.
In der Ferne der Umriss des Strandrestaurants, das zum Glück nicht gesloten ist. Die Scheiben auf der Terrasse sind beschlagen, die Tische feucht, keine Menschen zu sehen. Die Spaziergänger sind die einzigen, die einen Karamelkeks in die chocomel met slagroom tunken und in die Sonne blinzeln.

Eine Zigarette glimmt im Javaanse Jongens Aschenbecher. Keine Stimmung könnte friedlicher sein als diese. Manchmal muss gar nichts gesagt werden, in besonderen Momenten reicht ein gemeinsamer Blick in dieselbe Richtung. Auf die wenigen Menschen am Strand. Und auf die Schiefertafel mit dem Werbeslogan einer Eisfirma.

Summer inside


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